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Die Gemeinde Schmelz hat ihren
Namen von einer früheren Eisenschmelze, die im ausgehenden
17. Jahrhundert von der französischen Familie de Lenoncourt
gegründet wurde. Charles Henry Gaspard de Lenoncourt erhielt
1686 vom französischen König Ludwig XIV eine Hüttenkonzession
für seine Herrschaft in Dillingen, zu der auch Bettingen,
heute Ortsteil von Schmelz, gehörte. Die Bettinger Schmelze
lag am Ufer der Prims und bestand zeitweise aus zwei Schmelzöfen
(Tiegel), einem Pochwerk und einer Gießerei für Takenplatten
und Haushaltsgegenständen. Das Erz für die Anlage wurde
im Tagebau im Gebiet Lebach, Gresaubach und Rümmelbach gewonnen.
leicht fiel auch die Holzkohlengewinnung, da Holz aus der waldreichen
Gegend reichlich vorhanden war. Die Wasserkraft der Prims wurde
zum Antrieb des Ofengebläses und der Pochhämmer genutzt.
Nach der Umstellung von Holzkohle auf Kohle und Koks gab es zu
viele Standortnachteile, da die Kohle aus den weiter entfernten
saarländischen Kohlegebieten herangeschafft werden mußten,
so daß die Eisenschmelze im Jahre 1868 schließen
mußte.
Das Wappen von Schmelz, im Jahre
1953 verliehen, erinnert an die frühere Eisenschmelze. Entworfen
von dem Heraldiker Kurt Hoppstädter, trägt es folgende
offizielle Beschreibung:
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"In
Silber ein rotgeschupptes Kreuz, belegt mit einem silbernen Herzschild;
darinnen auf grünem Boden ein schwarzer, weißgefugter
Schmelzofen mit rotem Anstrich und roter Flamme". |
Zur Erläuterung:
Das rote Schuppenkreuz ist dem
Wappenschild der Familie de Lenoncourt entnommen. der schmelzofen
(Tiegel) erinnert an die Eisenindustrie. die schwarze Farbe des
Ofens deutet auf die Holzkohlebefeuerung, die weißen Fugen
auf weißen Rauch, der aus den Schloten stieg. Die grüne
Farbe am Boden des Ofens weist auf die grünen Wiesen des
Primstals hin. der rote Abstrich symbolisiert das glühend-flüssige
Eisen.
Heute steht im Industriegebiet
Süd von Schmelz wieder ein Schmelzofen, aber im Betrieb
der BAUGLASINDUSTRIE wird kein Eisen, sondern Glas geschmolzen. |